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Fanboy

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Ezio erklimmt eine Mauer

Neben mir auf dem Monitor läuft der Abspann von Assassin’s Creed: Brotherhood an mir vorbei, dem zweiten Teil des zweiten Teiles, also eigentlich der dritte, irgendwie. Aber gleich wie man das Spiel nun nummerieren mag, es ist das, was ich mir unter dem perfekten Nachfolgetitel vorstelle: Keine bahnbrechenden neuen Features, kein neues Kampfsystem und vor allem keine neue Grafiktechnologie. Stattdessen steckt man die ganze Energie in das, was man schon in den Vorgängern am besten konnte. Man baut Städte und übertrifft sich dabei selbst, um Längen. Das tut man übrigens auch bei der Geschichte und ich darf behaupten, ich habe sie endlich verstanden! Damit ihr an meiner Erleuchtung teilhaben könnt, folgt hier die kurze Zusammenfassung:

Die “Templer” sind die bekannten bösen Weltverschwörer die in anderen popkulturellen Zusammenhängen gerne auch Illuminaten genannt werden. Die wollen alle Menschen kontrollieren und arbeiten seit Jahrtausenden daran. Warum sie das wollen? Das ist streng geheim! Jedenfalls sind Hitler und Stalin mit an Bord, der Kapitalismus war ihre Idee, ebenso die Gehirnwaschanlagen im Fernsehapparat und J.F. Kennedy haben sie auch ermordet. Es sind also definitiv die Bösen.
Die “Assassinen” dagegen sind die guten Weltverschwörer. Warum ist auch nicht so ganz klar, sie ermorden jedenfalls systematisch und reihenweise Menschen. Hitler gehört nicht zu ihnen, darum sind sie wohl die Guten.
Aber weil jetzt die allwissenden Außerirdischen, aus deren Genlabor dereinst die Menschheit ausgebüxt ist, nicht wollen dass die Sonne kaputtgeht. müssen die Assassinen den ganzen Tag Videospiele spielen um den Schlüssel zu finden den die Außerirdischen raffinierter Weise in den Videospielen versteckt haben. Also nicht im Videospiel selbst, sondern in den Genen aus denen das Videospiel gebaut ist, aber das ist ja nur Nebensache.
Wir halten fest: Gute Geheimgesellschaft gegen böse Geheimgesellschaft, Illuminaten, Hitler, Kabala, Götter, Genlabore, Außerirdische und Videospiele… alles im Rom der Renaissance, kurzum: Bestes Spiel aller Zeiten!

Highlight, und da kommt jetzt so eine Art minimaler Spoiler, ist die Szene, in der man mit der ausserirdischen Superwaffe in Form einer Discokugel durch Rom rennt und reihenweise Soldaten mit einer Groovy-Lichtshow beschießt. Alle beginnen dann zu tanzen und die Wachen liegen danach tot auf dem Boden.

Na gut, das war gelogen, das eigentliche Highlight ist (mal wieder) die Spielwelt: Rom ist Rom. Mehr kann man dazu fast nicht sagen. Auch wenn sie die Grundfläche etwas zusammengeschoben haben und das Geschichtsbild im Detail etwas verkitscht ist, in der Kuppel des virtuellen Pantheons herumzuklettern hat etwas, ja, fast erhabenes und ist schon nah an dem, wie ich mir Holodeck und virtuelle Museen wünschen würde. Nicht einfach nur konservatorische Präsentation der Vergangenheit, sondern ein spielerischer Zugang der Perspektiven eröffnet die einem selbst das reale Objekt nicht bieten kann (angesichts der musealen Texttafeln die man an vielen Gebäuden und Personen präsentiert, scheint man diese Qualität des eigenen Schaffens noch nicht so ganz erkannt zu haben). Natürlich mordet man derweil mehr als fragwürdig vor sich hin, aber verdammt noch mal, im ALTEN ROM.

So, und jetzt auf nach Konstantinopel!

OK, auch das war gelogen. Während ich den Text verfasst habe, habe ich schnell noch Assassin’s Creed: Revelations durchgespielt. War nicht so gut wie Brotherhood (kein Rom) und aufgelöst wurde selbstverständlich gar nichts. Werde mir trotzdem Assassin’s Creed: Castrop-Rauxel (Release 2024) kaufen.
Das Spiel gehört Ubisoft, ebenso der Ezio der sich da oben in mein Urlaubsfoto verirrt hat. Ist übrigens Schottland und nicht Rom.

This is Halloween

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Heart of Darkness

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Far Cry 2 meets the Matrix

“Drecksscheiße, verdammte!” Ich fluche nicht weil ich auf dem falschen Weg in die falsche Richtung fahre, sondern weil mir das Mistding von Karte die Sicht auf die Straße verdeckt.
„Drecksvieh, verdammtes!” Zu spät sehe ich das Zebra, reiße das Steuer dennoch herum und bringe den Jeep gekonnt vor einem Baum zum stehen. Baum und Jeep sehen das allerdings etwas anders und bestehen auf einem zerstörten Kühlergrill plus Motorschaden. Zwei Handgriffe später läuft der Wagen wieder – kein Problem für einen Ex-Mechatroniker. Für eine kleine Weile blicke ich gedankenverloren über die afrikanische Steppe und beobachte die Lichtspiele der aufgehenden Sonne. Goldene Strahlen tänzeln über die grasbedeckte Ebene, lautlos schwirrt ein Insekt an mir vorbei. Irgendwo in der Ferne schreit ein Tier – nur um die meditative Stille die mich umgibt ausdrücklich zu betonen.
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Ein Wort mit 3E: Elefent!

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Spielplatzelefant und Kettensäge

Die weltgrößte Videospiele-Messe, die „E3“ in Los Angeles, ist ein bisschen wie der Spielwarenkatalog im Vorweihnachtsgeschäft. Tausend buntglitzernde Spielzeuge buhlen um das Interesse der Kinder und die Portmonaits ihrer Eltern. Dabei ist es unerheblich ob die Verheißungen des Kataloges den Übergang in die Wirklichkeit unbeschadet überstehen: Die Vorfreude ist sich selbst genug.
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MMO + Handicap = ?

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Behindertenparkplatzschild mit Tor von Sturmwind (World of Warcraft Screenshot)

Normalerweise schreiben Ben und ich hier meistens humoristisch über Computerspiele. Heute haben wir mal etwas ernsteres das mir gestern zu denken gab.
Ich hatte gestern Abend unverhofft ein dreistündiges Gespräch mit einem World of Warcraft-Spieler. Wir waren kurz davor ihn aus unserer Gilde rauszuwerfen da er oft abweisend und mürrisch war und sich nicht richtig artikulieren konnte. Kurzum: Er ging den meisten auf die Nerven. Ich ging mit dem Vorsatz in das Gespräch ihm zu sagen, dass er sich halt einfach etwas anstrengen soll bei der Formulierung und versuchen soll die Leute nicht an zu maulen, dann würde das schon passen.
In dem Gespräch stellte sich aber heraus, dass der Spieler Autist ist und es einfach nicht besser kann. Zum Glück hatte ich meinen Vorsatz mit dem “Streng dich mal an” noch nicht in die Tat umgesetzt, so blieb mir eine peinliche Entschuldigung erspart. Nicht erspart blieb mir der Gedanke “Hannes, was bist du für ein dämliches Arschloch!”
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Vor-Urteil: Portal 2

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Portal 2 – König der Schlauchrätsel

Bevor ich es überhaupt durchgespielt habe, hier bereits mein herablassender Kommentar:

Portal 2 ist die Mario Barth-Fassung von Portal.

Macht aber trotzdem Spaß. For science!
Portal und Portal 2 gehören Valve.
(Ja, ein Tweet hätte es auch getan, aber dann hätte ich mir jede Menge Beleidigungen eingefangen. Das hier liest ja keiner.)

Gute Zeitalter, schlechte Zeitalter II

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Es ist kein Geheimnis, dass mich Dragon Age: Origins nicht gänzlich überzeugen konnte. Statt der angekündigten Hommage an die guten alten Rollenspielzeiten erwartete mich eine zuweilen ungenießbare Melange furchtbarer Fantasy-Klischees – einzig geschaffen um sich bei denjenigen anzubiedern, die den Herrn der Ringe für einen der besten Filme aller Zeiten halten. Die Welt vor einem unmotivierten Bösen retten, verstoßene Thronerben, heldenhafte Männer, intrigante Frauen, Elfen, Zwerge, Orks Darkspawn und ungenierter Rassismus, alles was Tolkien-Fans untenrum ein wohliges Gefühl vermittelt. Dazu eine hingeschluderte Art Direction die es schafft, selbst das Reich der Träume als graubraune Matschepampe zu inszenieren. Immerhin sorgten das Kampfsystem und ein Mangel an Alternativen dafür, dass ich es am Ende des Tages doch ganz gern gespielt habe.

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Schamlose Eigenwerbung

mit 4 Kommentaren

Ben zu Gast beim Breakfast-Podcast. 10-15 Minuten Länge ist übrigens super, da dauert das Fremdschämen nicht so lange wie bei herkömmlichen Spielepodcasts.

PS: 99 Folgen ohne Pause, Contentneid!

Stilfrage: Dragon Age vs. Mass Effect

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Dragon Age: Origins

Mass Effect 2

Antwort:
Dragon Age hat keinen Stil.

Klötze

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Schweinchen!

Stellen wir uns für einen Moment vor, es gäbe so etwas wie eine deutsche Videospieleblogszene und stellen wir uns weiter vor das Gemeinschaftsblog Polyneux wäre ihr Leitwolf. Wenn sich nun eben jener Leitwolf dazu entschlossen hat, 20% des Jahresbudgets für Rückblicke auf das Jahr 2010 auszugeben, dann ist es nur recht und billig wenn auch die Actionbude weiterhin im Jahr 2010 verbleibt. Wir schämen uns darum nicht hier öffentlich zuzugeben, dass wir eigentlich immer noch das gleiche spielen wie im letzten Jahr, nämlich all die Spiele mit dem schönen Suffix “-craft”. In diesem Sinne kann und soll dieser Artikel als erweiterter Jahresrückblick verstanden werden, ein Jahresrückblick auf das Spiel, das unser Leitwolf in geistiger Umnachtung vollständig ignoriert hat (ernsthaft Mädels und Jungs, ich mag euch, aber ihr spielt zu viel Schrott). Vor allem haben wir uns gedacht dass ein Spiel mit mehr als einer Millionen Spielern fantastisch zur offensiven Steigerung von Klicks und Besucherzahlen sein muss. Denn wenn wir ehrlich sind ist es doch das was wir alle wollen, so groß und berühmt werden, dass endlich mal jemand kommt der einem ein ernsthaftes Angebot macht.Ich rede von Bestechung. Ähm, Minecraft, ich rede natürlich von Minecraft.

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