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Endspiel

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Hier geht es um das Ende von Mass Effect 3. Es gibt zwar keine spezifischen Spoiler, aber es geht hier um das ENDE. Das ist per Definition ein Spoiler.

Der Fan ist erzürnt!
Der dritte Teil der Mass Effect Reihe endete nicht so, wie der Fan es erwartet hatte. Er fühlt sich enttäuscht, betrogen und lässt seiner Wut freien Lauf. Dass er sich dabei lächerlich macht ist unerheblich, der Zorn hat sich längst verselbstständigt und ist immun gegen jedwede Reflexion.
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Activate the three artifacts and then leave

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Die Hölle.

Dauert etwa 20 Minuten, Download für Windows und OS X. Sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.
Bild (cc-by-sa) by akeg

Kunstkritik

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Dear Esther ist wunderschön.
Es ist ein Gemälde von Caspar David Friederich. Ein Strandspaziergang, bei dem man das Salz in der Luft beinahe schmecken kann. Eine Verkörperung der Romantik, mit all ihrem Kitsch, ihrer Magie, ihrer Schwere und Schönheit. Schlegel hätte Dear Esther geliebt! Ich liebe Dear Esther!

Die Bilder mit ihren sanft verschwimmenden Reflexionen und den unspezifischen Klavierklängen im Hintergrund werden mich so schnell nicht mehr loslassen. Einfach Atemberaubend.

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Kino, historisches

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Restaurant

Zu den großen Geheimnissen, die von Neurobiologie und Genforschung bisher noch nicht gelöst wurden, gehört das Geheimnis der Genealogie. Ab einem bestimmten Alter beginnen Menschen urplötzlich, sich für ihre Ahnen zu interessieren. Sie durchstöbern alte Archive, tragen die gesammelten Daten akribisch in Diagramme ein und überfallen ahnungslose Verwandte bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit mit ihren neusten Erkenntnissen. “Wusstest Du, dass deine Ur-Ur-Uroma siebten Grades auf einem polnischen Gutshof Butterbrote geschmiert hat?” Irgendwann wird es auch mich erwischen, bis dahin sei mir ein demonstratives Verdrehen der Augen gestattet. Das Erstellen von Stammbäumen um ihrer selbst willen ist zwar das Langweiligste, mit dem der historisch interessierte seine Zeit verschwenden kann, dies schließt jedoch nicht aus, dass derlei Forschungsarbeit auch spannende Fundstücke zu Tage fördern kann. So muss meine Verwandtschaft im frühen 20. Jahrhundert nicht nur im Besitz eines Kolonialwarenladens mit angeschlossenem Ausflugslokal gewesen sein, sondern im Saal dieses Lokals auch ein Kino betrieben haben. Aus dieser Zeit wollte ich ein kleines Fundstück ins Internet stellen:

Vielleicht noch ein paar Sätze: Das Programm stammt aus dem Jahre 1915. Für Europa bedeutet das vor allem der erste Weltkrieg, für die Filmgeschichte immerhin Griffiths “Birth of a Nation”. Nach großer Filmgeschichte klingt nun keiner der Programmtitel, aber es ist trotzdem ein kleiner Einblick darin, wie das Kino in seiner Frühphase funktioniert hat.

Über die Filme selbst konnte ich nicht viel in Erfahrung bringen, um ehrlich zu sein eigentlich gar nichts. “Gebrochene Schwingen” scheint aus dem Jahr 1913 von der “Messter Film GmbH Berlin” zu stammen (die ab 1914 auch die ersten deutschen Wochenschauen produziert hat), der Film selbst ist mit großer Wahrscheinlichkeit verloren gegangen. Das ist für Filme der Stummfilmära leider nicht ungewöhnlich, so listet die Seite Lost Films der Deutschen Kinemathek fast 700 weitere verschollene Werke aus dem Jahre 1913 auf, insgesamt umfasst die Datenbank etwa 3500 Titel. Von den (vermutlich) kleineren Filmen wie “Das Millionen Dienstmädchen” oder “Julius hat keine Courage” kann ich nicht mal eine Verlustmeldung finden. Die einzige Chance hier überhaupt noch ein paar Details in Erfahrung zu bringen wäre eine aufwändige Archivrecherche in den Karteien der damaligen Zulassungs- bzw. Zensurbehörden, die leider nicht online einsehbar sind.

Beim Kinoprogramm handelt es sich um den Scan einer Fotokopie, das Original war leider nicht aufzufinden. Das Bild des Lokals im Header ist tatsächlich der Ort an dem das Kino betrieben wurde, abgebildet auf einer Postkarte (die vermutlich ein paar Jahre jünger ist als das Kinoprogramm). Das Urheberrecht dürfte ausgelaufen sein.

2011 – ein Jahr ohne Eigenschaften

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An dieser Stelle sollte eigentlich der obligatorische Jahresrückblick stehen. Nach zahllosen verworfenen Fassungen ist dieser kleine Text nur noch die Kapitulationserklärung meinerseits… ich weiß einfach nicht, wie ich mit 2011 umgehen soll.
Nicht dass ich nichts gespielt hätte. Weniger sicherlich, so dass ich ein paar vermeintlich wichtige Titel ausgelassen habe, etwa Arkham City (Batman, ahjo), Mortal Kombat (Gedärme, naja) oder To the Moon (Adventure, nee).
Nicht dass wir uns falsch verstehen. Ich habe mich nicht gelangweilt! Im Gegenteil. Was an Production Values in den Spielen der großen Publisher, aber auch in zahllosen iPhone und Indiespielen steckte war wirklich eindrucksvoll. Richtig geärgert habe ich mich nur über ein paar Kleinigkeiten, alles in allem ein gutes Jahr. Doch wenn ich länger darüber nachdenke, ist kaum etwas geblieben. Während ich mich an die Highlights aus 2010 noch präzise erinnern kann, erscheint mir 2011 als ein See der Mittelmäßigkeit. Ein See der zwar weit über dem Meeresspiegel liegt, aber eine ebene Fläche, aus der keine einzige Insel herausragt.
Natürlich, da war das tolle Sounddesign von Battlefield 3, oder die guten Synchronsprecher von Portal 2, der wahrlich wunderschöne Titelbildschirm aus Xenoblade Chronicles… aber die Spiele insgesamt waren nichts das ich als erinnerungswürdig erachte. Mag sein dass ich die Kracher verpasst habe und einfach das falsche Zeug spiele, oder meine diffusen Anforderungen nur alle paar Jahre mal zufällig getroffen werden. Aber ich kann mir grade nicht vorstellen, dass ich eines der 2011er Spiele noch ein zweites oder gar drittes mal anfassen werde, von einer gelegentlichen Runde Battlefield mal abgesehen.

Natürlich gibt es die Ausnahme, das Spiel das einsam auf dem klaren See treibt und das trotz Flaute die Segel stolz gehisst hat: Dark Souls brachte mir mit seiner nahezu perfekten Interpretation von Fantasy-Schwertkämpfen genau das, was ich in Spielen wie Gothic oder der Elder Scrolls Reihe immer so schmerzlich vermisst habe. Ein Gefühl für Trägheit, für Timing und für Risiko. Spiel des Jahres, ohne Frage. Wäre da nicht der inhaltlich nahezu identische Vorgänger Demon’s Souls, den ich vor zwei Jahren mangels entsprechender Konsole einfach verpasst habe. Also wenn wir ehrlich sind, ist auch Dark Souls mehr Spiel des Jahres 2009.

Ach so, wir haben ja längst 2012.

Jetzt hätte ich beinahe Super 8 unterschlagen. Die beste Filmexplosion aller Zeiten. Ever. Überhaupt. Dabei ist es nur ein Zug mitten im Nirgendwo, der in seine Einzelteile zerlegt wird. Aber das so unfassbar gut!

Fanboy

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Ezio erklimmt eine Mauer

Neben mir auf dem Monitor läuft der Abspann von Assassin’s Creed: Brotherhood an mir vorbei, dem zweiten Teil des zweiten Teiles, also eigentlich der dritte, irgendwie. Aber gleich wie man das Spiel nun nummerieren mag, es ist das, was ich mir unter dem perfekten Nachfolgetitel vorstelle: Keine bahnbrechenden neuen Features, kein neues Kampfsystem und vor allem keine neue Grafiktechnologie. Stattdessen steckt man die ganze Energie in das, was man schon in den Vorgängern am besten konnte. Man baut Städte und übertrifft sich dabei selbst, um Längen. Das tut man übrigens auch bei der Geschichte und ich darf behaupten, ich habe sie endlich verstanden! Damit ihr an meiner Erleuchtung teilhaben könnt, folgt hier die kurze Zusammenfassung:

Die “Templer” sind die bekannten bösen Weltverschwörer die in anderen popkulturellen Zusammenhängen gerne auch Illuminaten genannt werden. Die wollen alle Menschen kontrollieren und arbeiten seit Jahrtausenden daran. Warum sie das wollen? Das ist streng geheim! Jedenfalls sind Hitler und Stalin mit an Bord, der Kapitalismus war ihre Idee, ebenso die Gehirnwaschanlagen im Fernsehapparat und J.F. Kennedy haben sie auch ermordet. Es sind also definitiv die Bösen.
Die “Assassinen” dagegen sind die guten Weltverschwörer. Warum ist auch nicht so ganz klar, sie ermorden jedenfalls systematisch und reihenweise Menschen. Hitler gehört nicht zu ihnen, darum sind sie wohl die Guten.
Aber weil jetzt die allwissenden Außerirdischen, aus deren Genlabor dereinst die Menschheit ausgebüxt ist, nicht wollen dass die Sonne kaputtgeht. müssen die Assassinen den ganzen Tag Videospiele spielen um den Schlüssel zu finden den die Außerirdischen raffinierter Weise in den Videospielen versteckt haben. Also nicht im Videospiel selbst, sondern in den Genen aus denen das Videospiel gebaut ist, aber das ist ja nur Nebensache.
Wir halten fest: Gute Geheimgesellschaft gegen böse Geheimgesellschaft, Illuminaten, Hitler, Kabala, Götter, Genlabore, Außerirdische und Videospiele… alles im Rom der Renaissance, kurzum: Bestes Spiel aller Zeiten!

Highlight, und da kommt jetzt so eine Art minimaler Spoiler, ist die Szene, in der man mit der ausserirdischen Superwaffe in Form einer Discokugel durch Rom rennt und reihenweise Soldaten mit einer Groovy-Lichtshow beschießt. Alle beginnen dann zu tanzen und die Wachen liegen danach tot auf dem Boden.

Na gut, das war gelogen, das eigentliche Highlight ist (mal wieder) die Spielwelt: Rom ist Rom. Mehr kann man dazu fast nicht sagen. Auch wenn sie die Grundfläche etwas zusammengeschoben haben und das Geschichtsbild im Detail etwas verkitscht ist, in der Kuppel des virtuellen Pantheons herumzuklettern hat etwas, ja, fast erhabenes und ist schon nah an dem, wie ich mir Holodeck und virtuelle Museen wünschen würde. Nicht einfach nur konservatorische Präsentation der Vergangenheit, sondern ein spielerischer Zugang der Perspektiven eröffnet die einem selbst das reale Objekt nicht bieten kann (angesichts der musealen Texttafeln die man an vielen Gebäuden und Personen präsentiert, scheint man diese Qualität des eigenen Schaffens noch nicht so ganz erkannt zu haben). Natürlich mordet man derweil mehr als fragwürdig vor sich hin, aber verdammt noch mal, im ALTEN ROM.

So, und jetzt auf nach Konstantinopel!

OK, auch das war gelogen. Während ich den Text verfasst habe, habe ich schnell noch Assassin’s Creed: Revelations durchgespielt. War nicht so gut wie Brotherhood (kein Rom) und aufgelöst wurde selbstverständlich gar nichts. Werde mir trotzdem Assassin’s Creed: Castrop-Rauxel (Release 2024) kaufen.
Das Spiel gehört Ubisoft, ebenso der Ezio der sich da oben in mein Urlaubsfoto verirrt hat. Ist übrigens Schottland und nicht Rom.

This is Halloween

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Heart of Darkness

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Far Cry 2 meets the Matrix

“Drecksscheiße, verdammte!” Ich fluche nicht weil ich auf dem falschen Weg in die falsche Richtung fahre, sondern weil mir das Mistding von Karte die Sicht auf die Straße verdeckt.
„Drecksvieh, verdammtes!” Zu spät sehe ich das Zebra, reiße das Steuer dennoch herum und bringe den Jeep gekonnt vor einem Baum zum stehen. Baum und Jeep sehen das allerdings etwas anders und bestehen auf einem zerstörten Kühlergrill plus Motorschaden. Zwei Handgriffe später läuft der Wagen wieder – kein Problem für einen Ex-Mechatroniker. Für eine kleine Weile blicke ich gedankenverloren über die afrikanische Steppe und beobachte die Lichtspiele der aufgehenden Sonne. Goldene Strahlen tänzeln über die grasbedeckte Ebene, lautlos schwirrt ein Insekt an mir vorbei. Irgendwo in der Ferne schreit ein Tier – nur um die meditative Stille die mich umgibt ausdrücklich zu betonen.
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Ein Wort mit 3E: Elefent!

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Spielplatzelefant und Kettensäge

Die weltgrößte Videospiele-Messe, die „E3“ in Los Angeles, ist ein bisschen wie der Spielwarenkatalog im Vorweihnachtsgeschäft. Tausend buntglitzernde Spielzeuge buhlen um das Interesse der Kinder und die Portmonaits ihrer Eltern. Dabei ist es unerheblich ob die Verheißungen des Kataloges den Übergang in die Wirklichkeit unbeschadet überstehen: Die Vorfreude ist sich selbst genug.
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MMO + Handicap = ?

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Behindertenparkplatzschild mit Tor von Sturmwind (World of Warcraft Screenshot)

Normalerweise schreiben Ben und ich hier meistens humoristisch über Computerspiele. Heute haben wir mal etwas ernsteres das mir gestern zu denken gab.
Ich hatte gestern Abend unverhofft ein dreistündiges Gespräch mit einem World of Warcraft-Spieler. Wir waren kurz davor ihn aus unserer Gilde rauszuwerfen da er oft abweisend und mürrisch war und sich nicht richtig artikulieren konnte. Kurzum: Er ging den meisten auf die Nerven. Ich ging mit dem Vorsatz in das Gespräch ihm zu sagen, dass er sich halt einfach etwas anstrengen soll bei der Formulierung und versuchen soll die Leute nicht an zu maulen, dann würde das schon passen.
In dem Gespräch stellte sich aber heraus, dass der Spieler Autist ist und es einfach nicht besser kann. Zum Glück hatte ich meinen Vorsatz mit dem “Streng dich mal an” noch nicht in die Tat umgesetzt, so blieb mir eine peinliche Entschuldigung erspart. Nicht erspart blieb mir der Gedanke “Hannes, was bist du für ein dämliches Arschloch!”
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